alles was schief gehen kann...

An Arjuns Rikscha gab es am linken Hinterrad immer stärkere Geräusche und deshalb wollten wir uns das letzte Woche mal ansehen. Das Rad wird von aussen mit einer Zentralschraube, die direkt in die Achse geschraubt ist festgehalten. Diese Schraube wollte sich aber einfach nicht lösen lassen und so begann das Unheil...

Es braucht schon etwas Gewalt, bis man eine Innensechskantschraube (Imbus) rund dreht, doch das schafften wir. Die Schraube wollte sich einfach nicht lösen lassen und auch Kriechöl half nicht weiter. Natürlich befürchtete ich, dass wir die Schraube rund drehen, doch was soll man machen? Irgendwann war es dann soweit und damit war klar, dass man den Schraubenkopf wegbohren muss, damit man das Rad abkriegt. Da das Wochenende vor der Tür stand und Arjun fahren wollte, liessen wir es also mal dabei bewenden und Arjun quitschte sich durch die Stadt...

Am Dienstag brachte ich dann den Akkuschrauber mit verschiedenen Bohrern sowie eine Feile mit in die Garage. Zuerst ein kleines Loch in der Schraubenmitte vorbohren. Gar nicht so einfach, bei einer Chromstahlschraube (Inox). Pling! Bohrer abgebrochen... Nächster Versuch... Dann ein grösserer Bohrer... und noch eine Nummer grösser und siehe da: Der Schraubenkopf fällt ab und das Rad lässt sich demontieren. So weit so gut, doch wie kriegt man nun den festsitzenden Schraubenstumpf aus der Achse?

Ich hoffte, dass vor dem Gewinde genügend Schraube übrig sei, damit ich die Schraube anfeilen könnte um dann mit einem Gabelschlüssel versuchen kann, sie rauszudrehen. Doch die Hoffnung war von kurzer Dauer, denn da war kaum ein Millimeter Schraube sichtbar. Also was nun? Die Schraube anbohren und mit einem Ausdrehwerkzeug den Stumpf herausdrehen. Gute Idee, doch ein solches Werkzeug habe ich nicht und Christoph, vom Bikeshop Flamme Rouge, ist erst ab Mittwoch im Shop. Also bohre ich die Schraube mal an und warte...

Heute machte ich mich dann auf den Weg zu Christoph und leihte mir das Werkzeug aus. In der Garage setzte ich den Ausdreher an und schraubte ihn mit Linksgewinde in die Schraube. Dann wurde es hart. Klar. Die Schraube steckt fest, so einfach geht das nicht... Etwas mehr Kraft... Pling! Der Ausdreher bricht aussen bündig ab... Nein! So ein Mist! Gehärteter Stahl, in der Mitte einer Inox-Schraube...

Ich steckte das Rad auf und fuhr mit der Rikscha zu Christoph. Wir beäugten das Ganze. Ausbohren geht nicht, da der Bohrer nicht in den Ausdreher bohren kann, weil beides gleich harter Stahl ist. Irgendwie müssen wir also zuerst den Ausdreher aus dem Schraubenstumpf kriegen, bevor wir dann die Schraube ausbohren können. Mit kleinen Meisseln und Hammer versuchen wir den Ausdreher herauszuschlagen, was aber ohne Erfolg bleibt. Zuwenig Angriffsfläche. Hmmm... Mit einem sehr kleinen Bohrer an der Aussenseite des Ausdrehers kleine Löcher in die Schraube bohren, damit man etwas Luft kriegt um den Stumpf des Ausdrehers rauszukriegen. Könnte klappen...

Ich fahre also zu einem Metallwarenhändler und kaufe vorsichtshalber gleich 3 Bohrer a 1,5mm denn ich weiss ja, wie schnell die abbrechen. Und tatsächlich, schon bei der ersten Bohrung bricht der erste Bohrer... Nur nicht fluchen... Vorsichtig und konzentriert weiterarbeiten... Beim Bohren des dritten Lochs bricht dann auch der dritte Bohrer, doch nun gelingt es uns endlich, den Stumpf des Audrehers rauszugrübeln. Immerhin. Nun vorsichtig die Schraube Schritt für Schritt aufbohren und das Gewinde in der Achse möglichst wenig beschädigen. Das sagt sich so einfach... Natürlich ist die Bohrmitte nicht genau in der Mitte der Schraube und so kann man bald auf einer Seite das Gewinde sehen und auf der anderen Seite noch gar nichts ausser die angebohrte Schraube, die im Loch steckt... Es vergeht wohl noch fast eine Stunde bis wir soweit sind, dass wir den M8-Gewindeschneider ansetzen können um das Gewinde in der Radachse nachzuschneiden. Es sieht nicht schön aus, doch es sollte funktionieren, respektive halten...

Alles in allem habe ich in diese Zangengeburt gegen fünf Stunden Arbeit investiert. Weil das Gewinde nun etwas lose ist (resp. leichtes Übermass hat), schmierten wir Loctite (Schraubensicherungsungflüssigkeit) auf die neue Schraube, bevor wir das Rad festschraubten. Wobei: Nur nicht zu fest anziehen, sonst kriegen wir die Schraube später nicht mehr auf, was ja der Anfang allen Übels war. Immerhin: Auf der Rückfahrt konnte ich mich davon überzeugen, dass die Geräusche weg sind, somit ist das Ziel erreicht...

Töff-Überziehhose

Das ist nun die Hose, welche ich gestern gekauft habe. Heute habe ich mir das gute Stück etwas genauer angesehen und ein paar Änderungen gemacht. Zuerst entfernte ich den Schneeschutz unten in den Hosenbeinen. Dann begutachtete ich die Isolation der Hose. Da ist nicht viel drin...  

Im Bastelfundus fand ich eine Filzfolie, die einseitig kuststoffbeschichtet ist. Das entspricht meinen Vorstellungen. Durch die Plastifizierung (aussen) wind- und wasserdicht und durch den Filz (innen) isolierend. Ich schnitt zwei so grosse Stücke, dass ich die Front der Beine, übers Knie, bis mitte Oberschenkel damit abdecken konnte. Diese Stücke nähte ich dann zwischen Aussenhose und Innenfutter ein. Das hat recht gut funktioniert und so war ich natürlich auf das Resultat gespannt. Rasch zog ich auch die übrigen Motorradkleider an und machte mich auf eine etwa halbstündige Testfahrt (bei etwa 5° Grad). Sehr gut! Die Beine sind nun gut geschützt! Nach der Testfahrt fror ich an die Finger und an die Zehen, doch nicht an die Beine. Ziel erfüllt! Dieser Kauf überzeugt mich. Vermutlich werde ich in den kommenden Wochen diese Hose oft tragen.

an der Nebelgrenze

Heute machte ich seit längerem wieder einmal Bikkleider bereit um ein paar Stunden an der frischen Luft zu verbringen. Ich merkte das daran, dass ich echt überlegen musste, was man denn so bei 5° - 8° Grad alles anziehen muss. Windstopper-Unterleibchen, Langarmtrikot und darüber die Bikejacke, das war dann meine Wahl.

In den letzten Wochen, Monaten, bin ich für meine Verhältnisse sehr wenig Velo gefahren. Seit ich mit dem Töff mobil bin, entscheide ich mich halt meist für den Töff, weil ich damit einfach super schnell von A nach B komme. Die Tage waren mit dem Gartenhaus-Bau ausgefüllt und irgendwie hatte ich einfach nie so den wirklichen Drang um aufs Velo oder aufs Mountainbike zu steigen. Zeit, Gelegenheit und Wetter wären durchaus vorhanden gewesen.

Heute nun wollte ich ein paar Besorgungen machen und dafür eignet sich an einem Samstag das Velo einfach perfekt. Man kann den Autokolonnen gut ausweichen und jeweils direkt vor das Geschäft der Wahl fahren und kostenfrei parkieren. Zuerst fuhr ich nach Winterthur, weil ich noch "Schmuck für mein Gartenhaus" kaufen wollte. Farbige Windspiele und Schleifen. Danach fuhr ich nach Dübendorf zu einem Sport-Outlet-Markt, wo ich mir eine Überziehhose zum Motorradfahren kaufen wollte.

Diese Geschichte geht eigentlich so: Je kälter es nun draussen wird, desto mehr friere ich auf dem Motorrad. Oben rum bin ich einigermassen wintertauglich ausgerüstet, doch an den Beinen und vor allem an den Knien friere ich ziemlich rasch und anhaltend. In den letzten Tagen zog ich mir jeweils die Veloregenhose über die Jeans an, was den Wind zwar recht gut abhält, die Kälte jedoch kaum. Natürlich gibt es spezielle, gefütterte Motorradhosen, doch die haben alle den gleichen Nachteil: Sie sind nicht gedacht um über Jeans getragen zu werden. Entweder trägt man sie direkt auf der Haut, oder an kalten Tagen trägt man darunter eine lange Unterhose. Für Hosen wie eine Jeans ist da kaum Platz. Ausserdem sind sie meist mühsam an- und auszuziehen. Hinzu kommt, dass ich eine Testhose probierte, die satte 449.-- Franken kosten sollte. Das fand ich dann doch etwas gar viel.

Meine Idee ist: Ich will eine gefütterte Windschutzhose, die ich einfach An- und Ausziehen kann, damit ich mit vernünftigem Aufwand wie eine halbwegs normale Zivilperson herumlaufen kann. Lange Reissverschlüsse an den Seiten, um möglichst mit den Schuhen/Stiefeln einsteigen zu können, sind bestimmt auch eine gute Idee. Cowboys trugen so Lederschützer an den Beinen, so etwas in der Art, stellte ich mir vor.

So kommt man rasch auf die Idee, dass Ski- oder Snowboardhosen ähnliche Anforderungen erfüllen müssen (Wind- und Nässeschutz, Isolation, Reissverschluss an den Beinen wegen den Skischuhen) und man deshalb in einem Sport-Outlet unter Umständen ein Schnäppchen schiessen kann. So war es dann auch. Ich fand eine passend grosse Hose, die sich seitlich an den Beinen vollständig öffnen lässt. Ideal! Die Hosenbeine sind auch für die Töffstiefel weit genug. Die Fütterung finde ich zwar etwas dürftig, doch da könnte ich relativ einfach noch nachbessern. Der Neupreis der Hose lag bei 320.-- abzüglich 50% Outlet-Rabatt macht netto 160.-- Franken. Ja, so in etwa der Preisregion habe ich mir das vorgestellt!

Von da machte ich mich erstmal auf den Weg zu einer schönen Bäckerei, wo ich mich etwas stärken und belohnen wollte. Ein heisser Kaffee, ein Käsebrot und zum Dessert ein Spitzbueb, das war formidabel. Bis ich dann wieder zu Hause war, lagen etwas über 50 Kilometer hinter mir, die ich wirklich sehr genossen habe. Das Velo ist wirklich der beste mobile Untersatz! Bei aller Freude die ich am neuen Motorrad habe, etwas besseres als Velofahren mir dem Kish gibt es fast nicht. Das läuft so ruhig und es bleibt nichts ausser Natur und Du. Gerade wenn man im Nebel fährt, der alle Restgeräusche verschluckt und man fast nur noch sein eigenes Herz schlagen hört, ist das kaum zu toppen. Das ist gleiten. Emissionsfreies dahingleiten. Unbeschreiblich...

zu kurze Arme?

Vor einem Jahr kaufte ich mir das Kurzarmtrikot "The good" von biciclista und für den kommenden Herbst und Winter leistete ich mir nun auch noch eine Langarmvariante. Diesmal "The ugly". Orange passt einfach super zum Santa Cruz Tallboy.

Nun bin ich ab des kuriosen Schnitts des Trikots doch ausserordentlich enttäuscht. Die Ärmel sind viel zu lang! Wie man oben sehen kann, deutlich über 10 Zentimeter. Ausserdem finde ich die Ärmel zu eng (und das bei der Länge?). Ich kann mir kaum jemand vorstellen, der die richtigen Masse für dieses Trikot hat. 10 Zentimeter längere und noch dünnere Arme? Ich weiss ja nicht... das Trikot werde ich vermutlich zurücksenden und sehen, was biciclista dazu sagt.

neue HR-Felge

Letzte Woche kaufte ich bei www.mainstreet42.ch eine neue Hinterradfelge für das Kish. Nachdem ich ja einen fast durchgängigen Riss im Felgenbett entdeckt hatte, war es an der Zeit, die Felge zu tauschen, bevor es zu einem Bruch kommt.

Nach etwas diskutieren waren wir der Meinung, dass eine etwas stabilere und breitere Felge wohl sinnvoll sei und so entschied ich mich für eine Stan's ZTR Flow. Die gleichen Felgen fahre ich auch am Santa Cruz Fully und die halten ganz ordentlich was aus. Dazu noch 32 neue Speichennippel aus Messing.

Heute Morgen baute ich dann das Hinterrad aus dem Rahmen, entfernte Reifen und Schlauch und speichte dann von der alten auf die neue Felge um. Das war nicht allzuschwer und ging auch ziemlich flott. Richtig gut zentrieren kann ich Räder nicht, dafür fehlt mir auch ein Zentrierständer, doch es gelang mir auch so, das Rad ziemlich gerade aufzubauen. (Für einen Feinschliff werde ich mich am kommenden Donnerstag mit Peter treffen).

Da es heute schon wieder ziemlich schönes Wetter war, nutzte ich dann den Nachmittag für eine Testfahrt und einen schönen Sonntagsbummel an das Zürcher Seebecken. Die Luft war nach dem gestrigen Regen ganz klar und glasig, die Berge waren zum greifen nah, richtiges Postkartenwetter. Sehr schön. Ganz gemütlich genoss ich einen schönen Sonntagmittag und rundete den tag mit einem kurzen Besuch bei meinen Eltern ab.

Feintuning

Vor ein paar Wochen kaufte ich mir einen Satz neue Reifen, die ich heute montieren wollte. Eigentlich wollte ich nächste Woche mit zwei neuen Reifen losfahren, doch heute habe ich mich umentschieden. Der vordere Pneu sieht noch aus wie neu und es gibt wirklich keinen Grund ihn auszutauschen. Deshalb wechselte ich heute nur den Hinteren. So habe ich nun noch einen Ersatzreifen, den mir Karin bei Bedarf zusenden könnte.

Dann wollte ich noch die hintere Bremsanlage entlüften und neue Bremsbeläge einsetzen. Dafür studierte ich zuerst das Anleitungsvideo von Avid auf youtube. So hat dann auch alles sehr gut geklappt. Nachdem ich das letzte Mal die Bremsleitung kürzte, habe ich durch die heutige Entlüftungsprozedur nun Gewissheit, dass keine Luft im System ist und die Bremse perfekt funktioniert. Vorne setzte ich auch gleich noch ein paar neue Bremsbeläge ein und eine abschliessende Kontrollfahrt zeigte, dass alles perfekt funktioniert. Sehr gut.

Dann putzte ich das schöne Rad noch gründlich und betrachtete es abschliessend zufrieden. Es gibt nun wirklich nichts mehr am Velo zu tun. Es ist bereit. Ich auch.

Velovignette 2011

Ende Mai ist jeweils der Zeitpunkt um die Velovignette zu erneuern. In der Schweiz muss jedes Fahrrad mit einer gültigen Haftpflichtversicherung versehen sein, wenn es in den Strassenverkehr gelangt. Diese Versicherung wird über die Velovignette erworben und finanziert. Bei Migros gibt es eine 4er Packung Vignetten für zwanzig Franken, also fünf Franken pro Velo. Vier Stück reichen uns genau. 1x Santa Cruz, 1x Kish, 1x BC (von Karin) und 1x Nöll. Heute habe ich an allen Rädern die alten Aufkleber entfernt und die Neuen hingeklebt. Meist unten im Bereich des Tretlagers. Erledigt.

Schutzbleche oder nicht?

Natürlich habe ich mir überlegt, ob ich für die Sommerreise Schutzbleche ans Kish machen soll. Fast alle Reiseräder haben Schutzbleche, denn auf fast jeder Reise regnet es irgendwann einmal. Vom Grundsatz her spricht eigentlich alles für Spritzschutzbleche. Trotzdem wollte ich von Anfang an darauf verzichten... ich mag einfach keine Schutzbleche...

Zuerst dachte ich: Ich fahre nur bei schönem Wetter. Wenn es regnet, suche ich ein Bed&Breakfast, ein Hotel oder schlage das Zelt auf und warte, bis wieder schönes Wetter kommt.

Bei genauer Betrachtung entschärft sich das Problem. Das Hinterrad ist durch die beiden Seitentaschen und die oben aufliegende Packtasche fast vollständig geschützt. Der blaue Packsack verhindert, dass Wasser vom Hinterrad an den Rücken und den Hintern hochgeschleudert wird. Das reicht aus meiner Sicht, da mach ich nichts mehr.

Für das Vorderrad hatte ich schon lange die Idee eines Spritzschutzes. Da liegt das eigentliche Hauptproblem ja meist darin, dass das Wasser vom Reifen hochgetragen und nach vorne weggeschleudert wird. Durch den Fahrtwind wird einem das Wasser dann direkt entgegengeworfen. Dagegen hilft dieses kleine Schutzschild, welches ich heute aus einem dünnen Plexiglas gebastelt habe. Es verhindert effektiv, dass Wasser nach vorne geworfen wird (und wiegt fast nix). Das Tagesbild zeigt die Kartonvorlage, mit der ich die Endform für das Plexiglas erarbeitete. Oben greift der Spritzschutz ins Steuerrohr und wird mit der Befestigungsschraube des Peace-Zeichens gehalten. Zwei Kabelbinder fixieren die Sache seitlich. Sieht gut aus, ist stabil und nichts streift. Perfekt! Sollte viel Wasser direkt von unten hochspritzen, bastle ich mir zusätzlich mit einer halben PET-Flasche noch einen Crud-Catcher. (eine 1,5l-Flasche der Länge nach halbieren und mit zwei Kabelbindern unten ans Rahmenrohr fixieren). Das entscheide ich aber situativ.

Somit hat sich das Schutzblechthema für mich soweit erledigt. Mehr mache ich nicht und mehr nehme ich nicht mit. Sollte ich wirklich in eine längere Schlechtwetterperiode geraten, muss ich dann schauen, was ich konkret mache.

1 Kilo Werkzeug und Ersatzteile

Durch die verschiedenen Shopbesuche der letzten Wochen komplettierte ich meine Ausrüstung für die Sommerreise 2011. Das Meiste kommt aus meiner Standard-MTB-Ausrüstung, die ich jeweils im Rucksack mitführe. Folgende Werkzeuge und Ersatzteile werde ich mit auf die Reise mitnehmen:

Am Rahmen montiert (350gr.):

  • Luftpumpe (3m Reparatur-Klebeband um den Griff gewickelt)
  • Victorinox Mehrfachwerkzeug mit Zange, Schere, Messer, etc.

Im Gepäck (650gr.):

  • Multifunktionswerkzeug (2-teilig)
  • Torx-Schlüssel (Scheibenbremsen)
  • 2 Notspeichen
  • Speichenschlüssel
  • Ventilaufsatz um an der Tankstelle pumpen zu können
  • Reifenheber
  • Ersatzschlauch
  • Notflick für Reifen
  • Schlauch-Flickzeug
  • 5 lange und 5 kurze Kabelbinder, 5m Schnur, Gummibänder
  • 2 paar Ersatzbremsbeläge
  • Ersatz-Schuhplatte (SPD) mit Schrauben
  • 1 Kettenglied, 3 Nietstifte, 1 Ersatzschloss
  • Kettenöl und Lappen
  • Schaltkabel

Habe ich etwas vergessen? Ich denke nicht. Ich bin sogar der Meinung, dass man noch auf ein paar Teile meiner Liste verzichten könnte, doch die Auswahl erscheint mir so recht gut und sollte die meisten Situationen abdecken. Das gibt mir ein gutes Gefühl.

Was ich hier nicht erwähnte, weil es nicht wirklich zu "Werkzeug und Ersatzteile" gehört ist, dass ich zwei Kabelschlösser (1x dick + 1x dünn, total 600gr.) mitführen werde um meine Ware zu sichern. Natürlich will ich mein Bike und die Ausrüstung so wenig wie möglich aus den Augen lassen, doch für eine Besichtigung oder etwas ähnliches will ich mein Rad schon halbwegs sicher abschliessen können.

noch ein paar Änderungen

Heute war sozusagen "Finisher-Day". Am Morgen fuhr ich mit dem Velo zu Media Markt um mir Paint Shop Pro Photo X2 zu kaufen. Dieses Fotobearbeitungsprogramm nutze ich schon lange in einer Testversion auf meinem PC und im Zusammenhang mit dem neuen Netbook habe ich gesehen, dass diese Version derzeit sehr günstig angeboten wird und so konnte ich die Sache einfach legalisieren und mir eine Vollversion für Fr. 39.90 kaufen. Erfreut ob des guten Kaufs durchstöberte ich noch etwas die Regale und so wanderte noch ein Italienisch-Deutsch Übersetzungsprogramm sowie ein Italienischkurs für Anfänger in meinen Einkaufskorb. Ich staune wie günstig Software geworden ist, denn für alle drei Produkte bezahle ich nur knapp einhundert Franken. Zuhause installierte ich dann die Programme auf dem acer aspire one happy und auf meinem normalen HP-Laptop. Super! Nun ist die Netbook-Installation ziemlich abgeschlossen. -> finished.

Im Laufe des Nachmittags entdeckte ich dann ein kleines Packet vor der Haustüre. Darin war die neue XT-Kurbel mit Innenlager und die XT 11-32 Kassette. Zusammen mit einer neuen Kette die ich noch habe, kann ich so den ganzen Antriebsstrang erneuern und für die Sommerreise bereit machen. Sehr gut. Diese Teile kann ich abends gleich mitnehmen, wenn ich mich mit Peter für einen Bastelabend treffe.

Kurz nach 19 Uhr war ich dann bei Peter, der mir die passenden Halterungen für den Gepäckträger aus Chromstahl gemacht hatte. Die sehen stabil genug aus und sie passten auch wie geplant. Vielen Dank! Das sieht nun wirklich super aus und das Projekt "Gepäckträger" kann nun auch abgehakt werden. -> finished. Dann wechselten wir wie oben angesprochen die Kette, Kassette und die Kurbel samt Innenlager. Mit dem richtigen Werkzeug ging das alles recht fix und bei Peter sitzt eh jeder Handgriff. -> finished. Eine super Sache! Zum Schluss schalten wir zur Kontrolle alle Gänge durch und begiessen mit einem kühlen Bierchen den erfolgreichen Abend.

Kurz bevor die Sommerreise startet werde ich noch einen Satz neue Reifen aufziehen, ansonsten ist das Velo nun reisefertig. So wie es dasteht wiegt es nun 12,3 Kilo. Die neu angebauten Teile (Seitenständer, Gepäckträger, grosser Flaschenhalter, Pumpenhalter, Peace-Zeichen, Lenkerhörnchen und andere Pedale) brachten also etwa 1,2 Kilo Mehrgewicht zu der Variante, mit der ich vor einem Monat in Riccione war (damals 11,1 Kilo). Damit bin ich zufrieden. Plus geschätzte 20 kg Gepäck, plus 95 kg Fahrer, macht zwischen 125 und 130 Kilo Gesamtgewicht. Das wäre gut. Anfänglich (mit Anhänger) rechnete ich mit an die 145 Kilo. Somit würde ich an die 15 Kilo einsparen, was doch mehr als 10% Prozent ist. Ja, es entwickelt sich in die richtige Richtung...

Bis ich wieder zu Hause war, war es kurz vor Mitternacht. Das GPS sagt: 80 km., 3:42 Std., 350 Hm.