Samstagstour

Heute war ich gegen elf Uhr mit drei Freunden zum biken verabredet. Das Wetter war wieder so schön wie in den letzten Tagen und ähnlich kühl. Die Bise hatte im Vergleich zu gestern zwar etwas abgenommen, doch gespürt hat man den kühlen Nordwind noch immer.  

Wir sind über verschiedene Unterland-Trails zu mainstreet42 gefahren, wo dieses Wochenende eine Frühlingsausstellung mit vielen verschiedenen Testbikes stattfindet. Zwei meiner Freunde leihten sich zwei vollgefederte 29er für eine Testrunde aus (ein Niner RIP9 + ein JET9). Die Reaktionen waren unterschiedlich, doch die 29er-Geschichte scheint sich nun wirklich auch hier in Europa festzusetzen und Marktanteile zu erobern. Für mich war es ein interessiertes Gucken, mehr nicht. Ich war ja schon mit dem besten Bike da, also was sollte mich da reizen können?...

Von mainstreet42 fuhren wir an den Rhein um da auf staubtrockene und dadurch schnell fahrbare Singletrails zu treffen. Ein Genuss, der wieder grossen Spass bereitete! Unglaublich, die super Bedingungen für Mitte April. Der nachfolgende Anstieg hoch zum "Leuechopf" fuhr ich gemütlich hoch, ohne mich je in den roten Pulsbereich zu fahren. Da merkte ich dann schon etwas vom Training der letzten Wochen. Angenehm nahm ich das zur Kenntnis..

Auf dem Rückweg hatten wir noch Zeit und nahmen deshalb noch ein paar Hügel in Angriff um jeweils auf der Rückseite auf einem schönen Singletrail wieder runter zu heizen. Zum Tourabschluss kehrten wir dann noch in ein Restaurant ein, wo wir windgeschützt an der Sonne sitzen und etwas plaudern konnten. Da war es dann richtig angenehm warm. Und so langsam müde war ich auch. Schön, dass es nicht mehr weit bis nach Hause war. Das GPS sagt: 60 km., 3:34 Std. 950 Hm.

Sonntagsplausch um den Flughafen

Kurz vor dem Mittag starteten Karin und ich bei herrlichem Sonnenschein auf eine Velorunde rund um den Flughafen Zürich. Wir waren mit Freunden verabredet, die einen schmucken Schrebergarten unterhalten.  

Die besten Wege rund um den Flughafen sind eine beliebte und ausgeschilderte Inline-Strecke von knapp 20 Kilometern Länge. Meist ist das auch der offizielle Radweg und klarerweise gibt es auf der gleichen Strecke auch viele Spaziergänger, die Flugzeuge sehen wollen und deshalb mehr in den Himmel gucken als darauf achten, was sich direkt vor ihren Füssen abspielt. Da muss man schon aufeinander aufpassen. Überall hatte es heute viele Leute. Die Autos stauten sich bei den Parkplätzen, beim Gelati-Verkäufer standen die Leute Schlange, das war wirklich sensationell!

Wir genossen fast zwei Stunden bei lieben Leuten, in einem schönen Garten, bei Prosecco, Snacks, Kuchen und Kaffee. Wir wurden herzlich empfangen, fürstlich bewirtet und haben uns angeregt unterhalten. Das war sehr lieb. An dieser Stelle nochmals: Vielen Dank!

Der Nachhauseweg hielt noch eine längere Steigung bereit, wo Karin wirklich kämpfen musste. Wir sind heute aber ohne anzuhalten alles in einem Zug hochgefahren. Mein Respekt! Der gewählte Weg führte uns am Haus meiner Eltern vorbei und wir machten noch einen kurzen Besuch bei ihnen, bevor wir gemütlich nach Hause rollten. Das war ein sehr schöner Sonntag. Danke. Das GPS sagt: 29km., 2:04 Std., 250 Hm.

welcome home

Am Freitag bin ich gut nach Hause gekommen. Die 650 Kilometer Autofahrt konnte ich bei bestem Wetter und ohne grössere Verkehrsprobleme in knapp sieben Stunden zurücklegen. Ich bin auch dankbar dafür, wie problemlos und zuverlässig mein altes Auto diese Ferienwoche überstanden hat.

Hier ist das Wetter genausoschön wie im südlichen Riccione und auch genauso warm. Für den heutigen Samstag wurden 25° Grad angesagt und die letzten Tage sollen die wärmsten, je im April registrierten Tage gewesen sein. Unglaublich. Petrus ist Radfahrer!

Zuerst dachte ich, dass ich heute mit Freunden eine Mountainbiketrainingsrunde in den Hügeln der Umgebung fahren werde doch doch nach ein paar Telefonaten stellte sich heraus, dass alle schon etwas anderes vor hatten. Ich konnte also frei entscheiden, was ich mit dem schönen Tag anfangen wollte. Alleine mit dem Fully Home-Trails abzufahren, dafür hatte ich keine richtig grosse Lust. Zumal der vordere Reifen am Tallboy platt ist und den hätte ich erst reparieren müssen. Eher nicht... Also wieder eine Strassenrunde mit den Kish. Heute "meine" bekannte Schweiz und nicht mehr fernes Italien.

Karin wollte im Stadtzentrum von Zürich ein paar Besorgungen erledigen und so vereinbarten wir, dass wir uns dort zu einem Kaffee in einem Gartenrestaurant treffen. Das war eine Superidee, denn so konnte ich auch wieder einmal einen Abstecher in den TRANSA-Shop machen und mir ein paar schöne Outdoorsachen ansehen. Mittags um zwei haben wir uns dann getroffen. Wie man aber am Bild des Tages erkennen kann, war es dann kein lauschiges Gartenrestaurant sondern die Wiese vor Mc Donalds und Globus.

Bei dem herrlichen Wetter waren natürlich tausende von Menschen unterwegs. Es war wie ein vorweggenommener Sommertag. Einfach herrlich! Später fuhr ich noch direkt an den See, an die Schiffanlegestelle am Bürkliplatz, bevor ich velomässig durch die Stadt in Richtung Heimweg flanierte. Es macht ganz einfach Spass so vor sich hin zu cruisen... Das Bike rollt so leicht und mühelos, ich habe viel Zeit um mir die schöne Umgebung anzusehen.

Auf dem Heimweg machte ich noch einen Abstecher bei meinen Eltern vorbei und traf sie draussen im Garten sitzend. Wir plauderten etwas, ich erzählte von Italien, dann kamen wir über Erdbeben und Tsunami in Japan zur AKW-Katastrophe in Fukushima, von da ganz generell zur Atomindustrie und Energiepolitik in der Schweiz. Die lokalen politischen Wahlen vom letzten Wochenende waren auch noch kurz ein Thema und so verging die Zeit natürlich wie im Flug. Es gibt so viel zu diskutieren und doch bleibt am Wichtigsten letztendlich doch, wie es uns ganz persönlich geht. Wie gesund wir sind und mit welcher Qualität wir unsere Zeit erleben. Da wird mir dann wichtiger, wie prächtig Mutters Blumengarten blüht und wie farbig, lebendig und freundlich sich mir diese, mich direkt betreffende, Umwelt präsentiert. Es ist diese Wechselwirkung, die fasziniert. Das GPS sagt: 56 km., 2:40 Std., 500 Hm.

schöne Frühlingstour

Nach dem Mittag war ich mit zwei Bikefreunden für eine Samstagstrainingstour verabredet. Das Wetter war, wie schon in den letzten Tagen, richtig schön und frühlingshaft warm. Dies verleitete mich dazu, das erste Mal im neuen Jahr in kurzen Hosen (mit Knielingen) und einem Langarmtrikot zu fahren. Steigende Temperaturen bis gegen 18° Grad waren dafür die richtigen Bedingungen.

Wir fuhren eine der vielen Varianten unserer Standardtrainingsrunde. Der trockene Boden erlaubte heute viele schöne Singletrails, die wir schon lange nicht mehr gefahren sind. Dabei fiel mir auf, wie die sonnige letzte Woche die Natur vorwärts gebracht hat. Nun blühen viele Schlüsselblumen und kleine weisse und violette Blumen spriessen am Wegrand. Erstes Grün drückt durch den laubbedeckten Boden, noch sind die Laubbäume ohne Blätter, der Wald ist hell und licht. Bald schiessen die Buchenblätter heraus und nach dem Braun und Grau der letzten Monate wird dann ein saftiges Grün die letzten Winterspuren vertreiben. Doch noch ist es nicht soweit, auch wenn die Schlüsselblumen ein untrügliches Zeichen dafür sind, dass der Sommer nicht mehr weit ist und die Luft nach Erde schmeckt. (Ein Liedzitat von Konstantin Wecker).

Wir waren heute eher gemütlich unterwegs und genossen die schöne Stimmung. Als wir dann in einer Waldlichtung auf ein ganzes Gebiet mit jungem Bärlauch stiessen, machten wir einen kurzen Halt. Einer der Bikefreunde wollte sich etwas Bärlauch pflücken und für das Abendessen mit nach Hause nehmen. Während ich nichts besseres wusste, als wiedereinmal mein Plastikbike zu fotografieren. Der orange Rahmen kontrastiert gut mit dem grünen Bärlauch...

Auf dem Rückweg machten wir natürlich noch unseren obligaten Restauranthalt für Kaffee und Mandelgipfel. Es war so mild, dass wir gut draussen sitzen und noch etwas plaudern konnten. Was will man mehr? Das war wirklich eine stimmige Samstagstour, die mir gut gefallen hat. Danke! Das GPS sagt: 40 km., 2:36 Std., 960 Hm.

letzter Tag - endlich Sonne

Heute sind wir eine sehr schöne Tour gefahren. Zuerst der Küste entlang bis nach Savona, von da weg ins Hinterland bis Altara und von da hoch knapp zum Pian dei Corsi. Es war eine sehr schöne Tour, die ich später noch genauer beschreiben werde. Hier vorab mal die zwei schönsten Bilder des Tages. Das GPS sagt: 83 km., 5:20 Std., 1'590 Hm.

Passo di Melogno im Nebel

Das Wetter ist hier immer etwa gleich, nämlich stark bewölkt, bei 15-18 Grad. Es sind zwar Regenschauer angesagt und es sieht auch oft bedrohlich nach Regen aus, doch bisher blieben wir glücklicherweise davon verschont. Am besten ist das Wetter eigentlich direkt an der Küste, doch da kann man ja nicht biken. Sobald man aber etwas in die Höhe kommt, werden die Wolken dichter und heute fuhren wir schon ab etwa 600 Metern über Meer in die Wolken, oder in den Nebel.Beim Restaurant am Passo di Melogno auf 940 Metern über Meer war die Sicht etwa 20 bis 30 Meter, keine Spur von Aus- oder Fernsicht. Schade...

Das Restaurant wurde mit einem alten gusseisernen Holzofen beheizt, der in der Mitte des Raumes stand und eine angenehme Wärme verbreitete. Das konnten wir gut gebrauchen, denn von frühlingshaften Bedingungen konnte wirklich nicht gesprochen werden. Wir verpflegten uns bei Minestrone und Pasta, bevor wir sämtliche Kleider anzogen, die unsere Rucksäcke hergaben, um uns für die Abfahrt zu rüsten. Im oberen Teil waren die Trails nass, aufgeweicht und rutschig. Viele nasse Wurzeln und tiefe Pfützen galt es zu umfahren. Dazwischen gab es immer wieder steinige Passagen und enge Erosionsfurchen, durch die der Weg ins Tal führte. Das war richtig anspruchsvoll, brauchte viel Konzentration und Gefühl für den Untergrund. Ein paar Mal mussten wir absteigen und schieben, weil wir keine Stürze riskieren wollten. Das ist zeitweise wirklich heftig.

Da möchte man gerne einmal Einheimische sehen, wie die da runter fahren. Je weiter nach unten man kam, desto trockener wurde die Strecke und desto mehr Fluss bekam das Ganze. Das machte dann nochmals richtig Spass. Den letzten Abschnitt rollten wir auf der Strasse zurück, bevor wir dann erstmals zum Tourende ein italienisches Eis auf der Piazza in Finalborgo essen konnten. Da schien dann auch ganz nett die Sonne und wir konnten die Jacken wieder im Rucksack verstauen. Nach der Rückfahrt zum Hotel und dem Bikeputzen fuhren wir mit dem Auto nochmals runter ins Ortszentrum um etwas zu flanieren und das lokale Angebot kennen zu lernen. Wie magnetisch landeten wir zum Schluss dann wieder im Caffé an der Piazza, wo wir schon all die Tage zuvor eingekehrt waren. Es scheint, wir sind Gewohnheitstiere...

Die heutige Tour beurteile ich als "ja, aber"-Tour. Ja, es war eine schöne und interessante Tour, aber wie viel schöner wäre es gewesen, wenn es trocken und warm gewesen wäre? Wenn die Trails staubig statt rutschig gewesen wären... (jammern auf hohen Niveau)... Das GPS sagt: 44 km., 3:56 Std., 1'330 Hm.

Pian dei Corsi im Nebel

Man kann vieles planen für die Ferien, doch das Wetter lässt sich halt leider nicht bestellen.  

Schon beim Frühstück war es stark bewölkt und man wusste nicht, wann es denn zu regnen beginnt. Wir beredeten die Situation und entschieden uns einfach mal loszufahren und wenn es dann schlechter werden würde, würden wir halt umdrehen und möglichst direkt zum Hotel zurück fahren. Gegen halb zehn Uhr begann es dann wirklich kurz zu tropfen und wir überlegten nochmals, ob wir überhaupt losfahren sollen. Was soll's, sind ja nur ein paar Tropfen...

Wir wollten heute zur verlassenen Nato-Basis auf dem Pian dei Corsi hochfahren und entschieden uns für die einfachere Auffahrtsvariante über kleine Asphaltnebenstrassen. Nach ein paar nur leicht ansteigenden Einrollkilometern zweigt man in Feligno links ab und dann beginnt die etwa 10 Kilometer lange Steigung von 250 auf 1'070 Meter über Meer. Schon nach den ersten Kehren kommen wir an eine auffällige, weisse Kirche und deren Fassade reizt mich für ein Foto mit Selbstauslöser. Man sieht, dass es trocken war und dass wir unsere Regenjacken im Rucksack verstauen konnten.

Ab etwa 800 Metern über Meer war dann leider wieder Schluss mit Aussicht. Wir fuhren in dichten Wolken, die wie Nebel an den Hügeln klebten. Das war natürlich schade und so war auch nichts mit der visuellen Belohnung, dem eigentlich fantastischen Panorama. Etwas wehmütig erinnerte ich mich an letztes Jahr, wo wir für diese Tour perfekte Bedingungen hatten. Heute war doch vieles Anders... Die feuchten und rutschigen Trails boten eine Extralektion Fahrtechnik.

Die Rückfahrt, sprich der Downhill, vom Pian dei Corsi bis nach Finale Ligure ist wirklich ein Highlight und die Tour werde ich vermutlich/hoffentlich wieder einmal fahren. Die 1'200 Höhenmeter runter bis ans Meer verlaufen zu etwa 80% auf Bikestrecken und Singletrails. 16 Kilometer Spass, Spannung und Herausforderung. Der Lohn, für die Mühen des Aufstiegs.

In Finale Ligure taten wir etwas gegen den kleinen Hunger, bevor wir dann wieder in unser tägliches Caffé zum obligaten Cappuchino fuhren. Eigentlich wollten wir noch etwas an der Sonne sitzen, doch das klappte nicht wirklich lange, denn schon bald zog es zu und es drohten vereinzelte Regentropfen. Also, lass uns bezahlen und zurück zum Hotel fahren. Die verdreckten Bikes müssen ja auch noch gepflegt werden.... Das GPS sagt: 46 km., 4:06 Std. 1'370 Hm.

an die Küste

Nach den gestrigen Anstrengungen war klar, dass wir heute eine etwas gemütlichere Tour fahren werden. Aufgrund des Wetterberichts wollten wir in Küstennähe bleiben und so schlug ich eine Tour an zu den Ortschaften Spotorno und Varigotti vor.

Vor dem Start pflegten wir noch kurz unsere Bikes und dabei wechselte ich gleich die hinteren Bremsbeläge mitsamt einer neuen Feder, womit sich mein gestriges Problemchen gleich erledigte. Kurz vor zehn Uhr legten wir dann los und begrüssten den Biketag mit dem gleichen Downhill wie gestern, runter nach Calvisio. Es hatte über Nacht leicht geregnet und so waren die Trails heute etwas feuchter und stellenweise leicht rutschig, etwas dreckiger, aber soweit harmlos.

Im Tal zweigten wir heute aber nach rechts ab und es folgte die Steigung des Tages bis auf knapp 500 Meter über Meer. Zuerst eine gemütliche Asphaltstrasse, die immer schmaler und steiler wurde und die letzten Kilometer waren dann auf Schotter und ziemlich kräftezehrend. Oben angekommen hatten wir dann eine ansprechende Aussicht. Wieder war es leicht neblig oder wolkig, wenig kontrastreich, doch immerhin besser als gestern. Es folgte eine längere Schotterpiste auf dem Hügelrücken, bevor dann die letzen Kilometer immer steiler hinunter zur Küste führten. Die Wege waren wieder super und die gewählte Strecke war nicht sehr schwer, so dass man auch mal Zeit hatte um die immer wieder schönen Ausblicke zu geniessen.

An der Seepromenade von Spotorno machten wir dann einen Verpflegungshalt und genossen in der Sonne nochmals Brötchen mit Speck und Käse. Diese spühlten wir dann mit einen Cappuchino runter, bevor wir uns wieder in den Sattel schwangen. Es galt nun wieder einen etwa 350 Höhenmeter hohen Hügelrücken zu erklimmen und auf der anderen Seite dann runter nach Varigotti zu fahren. Von da fuhren wir dann gemütlich im Sonnenschein der Küste entlang und kehrten nun schon zum dritten Mal im selben Caffee an der Piazza in Finale Ligure ein. Nun war es angenehm warm und man konnte gut noch etwas sitzen und schwatzen.

Später sind wir dann die bekannte Schlusssteigung zum Hotel hoch gefahren und haben dann die Bikes gründlich gewaschen, geputzt und für Morgen vorbereitet. Dann die geliebte Dusche und nun freue ich mich auf das bestimmt wieder sehr feine italienische Essen. Das GPS sagt: 45 km., 3:55 Std., 1'320 Hm

Ankunft in Finale Ligure (It)

Wie geplant sind wir heute morgen schon früh losgefahren um möglichst problemlos durch den Gotthard in Richtung Süden zu kommen und das hat dann auch ohne den geringsten Stau funktioniert. Als wir über den Appenin nach Genua runter fuhren, hellte sich das Wetter deutlich auf und in Finale Ligure war es dann ziemlich sonnig. Sehr gut! Ideal für eine erste Kennenlerntour.

Wir bezogen unsere Zimmer und trafen uns schon kurze Zeit später beim Auto, wo wir die Bikes ausluden und uns bereit machten. Als Erstes wollte ich ihnen den "Bikespielplatz" in der Nähe des Startorts zum 24h-Rennen zeigen und als Zweites stand natürlich eine Einführung in die tägliche Morgenabfahrt auf dem Programm. Es war zwar noch etwas kühl und windig, doch wir freuten uns richtig, nach der langen Autofahrt unsere steifen Knochen zu bewegen.

Ich habe wieder Fotos gemacht, die denen des Vorjahrs doch ziemlich gleichen ;-) . Das heisst: Es war wieder so schön und ich habe es wieder sehr genossen (auch den Cappuchino auf der Piazza). Die Begrüssungsrunde war recht kurz und deshalb waren wir fast etwas zu früh wieder im Hotel. Zu früh deshalb, weil wir nun ziemlich hungrig noch zwei Stunden auf das Abendessen warten mussten... Zuerst gab eine frische Salattheke mit warmem Blattspinat, dann folgte ein Lauchschaum-Amuse-buche, danach ganz dünne Spaghetti pomodori und zum Hauptgang dann einen ganzen Fisch (Name leider vergessen) mit Rosmarin im Bauch und feinen Bratkartoffeln als Beilage. Alles sehr frisch und sehr natürlich. Zum Dessert gab es für mich eine "frutta fresca" (Orange) und für meine Freunde "semi-freddo di pistacchi" was auch sehr lecker aussah. Zum Essen tranken wir lokalen Wein und zum Kaffe noch einen Cappuchino. Herrlich. Das ist echte mediterrane Küche. Sehr lecker!

Für Morgen Sonntag haben wir gleich eine längere Tour geplant, welche ich mir vorhin noch auf das GPS geladen habe. Wir wollen das trockene Wetter nutzen, solange es anhält.

lange Oberlandtour

Nach einem ausgiebigen Frühstück packte ich meinen Rucksack und machte mich gegen halb zehn Uhr auf den Weg zu der geplanten Zürich-Oberland-Tour. Das Wetter war perfekt. Blauer Himmel, den ganzen Tag Sonne und Temperaturen bis gegen 26° Grad, einfach super! Die Wanderwege waren nach wie vor staubtrocken und perfekt fahrbar. Ideale Bedingungen.

Ich liess es gemütlich angehen, weil ich ja wusste, dass es eine lange und anstrengende Tour geben wird. Die Vögel zwitscherten im Wald und viele kleine Waldblumen versprühten ihren Frühlingsduft. Da heisst es tief durchatmen und geniessen. Nach den ersten drei Hügeln machte ich eine erste Pause und verspeiste einen Apfel. Bald schon fuhr ich weiter und der Tourverlauf erinnerte mich an die Feststellung, die ich schon vor zwei Jahren gemacht habe. Es folgen immer wieder sehr steile bergauf-Rampen, die ich entweder nur in den kleinsten Gängen schaffe, oder wo ich dann wirklich schieben muss. Der Fussweg nach Manzenhueb ist so ein Beispiel. Anfangs wird es immer steiler und ich kämpfe mich im kleinsten Gang so weit hoch wie möglich. Dann absteigen und schieben. Es wird so steil, dass selbst schieben schwer fällt. Das macht man ja alles nur dafür, dass man auf der Rückseite des Hügels dann einen prächtigen Wanderweg runter fahren kann. ;-)

Ich plante beim Tierpark Bruderholz einen Verpflegungshalt einzulegen und auf dem Weg da hin, ging mir auch das Wasser im Rucksack aus. Leider musste ich dann feststellen, dass das Restaurant geschlossen war, obwohl viele Leute und Familien den Tierpark besuchten. "Heute Ruhetag". Schade. Damit hatte ich nicht gerechnet. Am Brunnen läuft auch kein Wasser... in ein paar Kilometern komme ich an einer Tankstelle vorbei, da kann ich im Shop bestimmt etwas kaufen. Doch leider klappt auch das nicht. Die Tankstelle wird derzeit umgebaut und ist geschlossen... Mist. O.K. Noch ein Hügel weiter, da komme ich zu einem schönen Restaurant. Da muss es doch klappen. Nein, leider auch da Fehlanzeige "14:00 - 16:30 Uhr geschlossen". Es ist 15:30 Uhr... Immerhin kann ich am nahen Brunnen meinen Trinkrucksack wieder auffüllen... Ich habe Hunger und bin müde... den letzten Hügel umfahre ich deshalb und endlich finde ich eine Energietankstelle, eine offene Bäckerei mit Kaffee. Ein Schokogipfel mit Rivella und danach ein Erdbeertörtchen mit Kaffee. Mmmhhh... das habe ich wirklich gebraucht.

Ich überlege wirklich nur sehr kurz, ob ich auf direktem Weg nach Hause fahren soll, oder ob ich jetzt, nochmals gestärkt, noch ein paar Kilometer anhängen soll. Die Hundertergrenze wäre vielleicht noch ein mögliches Ziel... Nein. Heute nicht. Ich habe genug. Genug Anstrengung, genug Sonne, genug Hitze... ich will nach Hause und mich auf dem Gartensitzplatz etwas erholen. Als ich dann vor der Garage das GPS durchklicke bin ich zufrieden. 88 km., 6:00 Std., 2'040 Hm. Das war wirklich sehr schön. Wie ein vorweggenommener Sommertag. Wenn die Geschichte mit der Verpflegung etwas besser geklappt hätte, hätte ich das Tourende wohl etwas mehr geniessen können. Doch was soll's? Das wäre Jammern auf höchstem Niveau und das muss wirklich nicht sein. Es war ein perfekter Biketag und die heutige Tour hat sehr gut dazu gepasst. Danke!