kranke Katze

Unser Kinderersatz - unsere Katze - ist krank. Seit etwas über zwei Wochen frisst sie fast nichts mehr und hat extrem entzündetes Zahnfleisch. Nach dem ersten Besuch in der Tierklinik musste sie erst mal da bleiben und wurde mit Infusionen wieder etwas aufgepäppelt. Natürlich gab es diverse Untersuchungen um der Ursache auf die Spur zu kommen. Das Resultat: Sie hat eine Form von Calici-Viren (Katzenschnupfen) und dies obwohl sie dagegen geimpft wurde.

Es gilt nun die Viren mit Antibiotika zu bekämpfen und mit Schmerzmitteln das Zahnweh soweit einzudämmen, damit sie wieder halbwegs schmerzfrei fressen kann. Zuerst bekam sie Antibiotika im Pillenform. Morgens 2 und abends 2. Wer schon einmal selbst versucht hat einer Katze eine Pille zu verabreichen weiss, was für ein Theater das ist und dass die Chance, dass einem die Katze beisst oder einem mit ihren scharfen Krallen ganz übel perforiert gar nicht klein ist. Es war eine Katastrophe...

Nach einer erneuten Konsultation in der Kleintierklinik baten wir deshalb, dass wir auf flüssige Medikamente umstellen können. Ihr mit einer stumpfen Spritze die Medis in den Rachen zu spritzen ist doch deutlich einfacher als die Katze zum schlucken von Pillen zu animieren. Auch so ist es noch ein Kampf. Morgens zwei Spritzen, abends deren drei. Eine Belastung für Tier und Mensch.

Immerhin, die Behandlung scheint langsam Wirkung zu zeigen und sie beginnt wieder zu fressen. Wir denken also, dass wir auf dem Weg der Besserung sind. Nachdenklich stimmt uns die Sache trotzdem, denn nach Auskunft der Tierärztin wird unsere Katze das Virus wohl nie mehr wirklich los und so können auch später immer wieder Zahnfleischentzündungen auftreten. Und zweitens, unsere Katze wird als Virenträger zu einer Gefährdung für andere Katzen, da der Virus via Speichel übetragen werden kann. Da es in unserem Wohnquartier sehr viele Katzen gibt, ist das ja auch nicht eine wirklich positive Aussicht... wer weiss denn schon, wo freilaufende Katzen Futternäpfe finden, die sie auslecken? Hmmm...

Luxus-Kratzbaum

Heute war Basteltag. Ich wollte draussen an der Kinderschaukel die langsam verrottende Sisalschnur  ersetzen, die unser Kater in den letzten Jahren runtergekratzt hat. Dazu brauchte ich logischerweise Sisalschnur, weshalb eine Velofahrt zum Baucenter auf dem Programm stand. Zwar liegt im Gartenhaus noch eine Rolle der alten Schnur, doch das reicht nirgends hin. Im gleichen Gang wollte ich noch einen Swisscom-Shop aufsuchen, um meine Mobilenummer vom Geschäft auf Privat umzuschreiben.

Die Strecke zum Ziel führt über einen Hügel. 3km berghoch und dann 3km bergrunter. Gefühlte 30 Minuten und ohne schwitzen gehen die 150 Höhenmeter bei mir nicht. Schon gar nicht, wenn es so schön und warm ist, wie heute Morgen. Vor dem Swisscom-Shop steige ich also schwitzend vom Rad und in dem Moment fällt mir ein, dass ich das Übernahmeformular zuhause auf dem Tisch liegen gelassen haben. Shit! Ich versuche es trotzdem, doch ohne Formular geht gar nichts. So sind nun mal die Prozesse...

Im Baucenter bin ich dann unschlüssig welche Sisalschnur und vor allem wie viel davon ich kaufen soll. Ich entscheide mich für die dickere und kaufe nur mal 10 Meter. Ich weiss genau dass dies zuwenig ist, doch ich muss ja wegen dem Formular nochmal herkommen und dann kann ich die richtige Restmenge kaufen. Gute Idee. Dann nach Hause, also wieder 150 Höhenmeter, 3km hoch, 3km runter.

Zuhause mache ich mich gleich ans Werk und stelle fest, dass 10m Sisalschnur nur 20cm des Holzpostens abzudecken vermag. Wenn ich also auf 80cm Höhe will, brauche ich noch zusätzlich 30 Meter. O.K. Nun das Formular aber nicht vergessen!

Um die Mittagszeit mache ich mich zum zweiten Mal auf den gleichen Weg. 3km berghoch, 3km bergrunter. Leichtes schwitzen, mittlerweile brennt die Sonne ziemlich runter. Mit dem richtigen Formular ist dann alles kein Problem und nach fünf Minuten ist der Antrag "an die Zentrale" zur Verarbeitung gefaxt. Innert der nächsten 10 Tage wird meine Nummer aus dem Geschäftsvertrag herausgelöst und mir für mindestens ein Jahr ein Natel Liberty primo Abo für 29.00 SFr. pro Monat verrechnet. Eigentlich wollte ich auf ein PrePaid-Angebot wechseln, doch das war irgendwie vertragstechnisch nicht möglich. Für ein Jahr ist das o.k. Mehr interessiert mich im Moment gar nicht.

Dann nochmals zum Baucenter und 30 Meter dicke Sisalschnur ab der Rolle abwickeln und abmessen. Der Seilbund sieht zum Schluss aus, als wollte ich in die Berge. Doch ich will nicht in die Berge sondern in den Garten. Also wieder 3km berghoch und 3km bergrunter.

Dann begann der mühsame Teil der Ausführung. Weil der Pfosten ja fest verankert ist, muss man den ganzen Rest der Schnur (zu Beginn also fast 30m) immer um den Pfosten herumgeben, wenn man die Schnur wickeln will. Das ist ziemlich mühsam. Zudem sollte man ja stets Zug auf der Schnur haben, damit sie möglichst straff anliegt. Immer nach 5x umwickeln klopfe ich mit einem Hammer die Schnur nach unten zusammen, damit sie wirklich dicht an dicht liegt. Alle 12-15 Umrundungen fixiere ich die Schnur hinten mit einer Hagraffe und entspanne mich einen Moment. Es ist Mittags um drei, die Sonne brennt ziemlich, der Schweiss läuft in Strömen, doch das Werk kommt voran. Ziemlich genau nach 80cm sind dann die insgesamt 40 Meter Sisalschnur verbraucht. Zum Abschluss nehme ich die dünnere Schnur aus dem Gartenhaus und wickle diese mit gösseren Abständen weiter nach oben, damit der Kater daran hochklettern kann. Ja, find ich gut. Ist ansprechend geworden und wie man am Bild des Tages erkennt, hat unser Tigi den aufgepimpten Katzenbaum gleich mal ausgetestet und für gut befunden.

armer Kerl

Die genaue Untersuchung ergab, dass am rechten hinteren Knie unseres Katers, aufgrund der unliebsamen Begegnung mit einem Auto, so ziemlich alle Bänder gerissen sind, die es da so gibt. Aussicht auf Heilung ohne Operation gleich Null. Also gab es dazu keine wirkliche Alternative. (Ich bin eigentlich schon erstaunt und dankbar, dass man solche Verletzungen an Katzen überhaupt operieren kann).

Heute Abend konnten wir ihn dann wieder nach Hause holen und so wie man ihn jetzt so daliegen sieht, tut er einem ganz mächtig leid. Das rasierte Bein würde ja noch gehen. Er muss zwei Wochen diesen Kunststoffkragen tragen, damit er sich nicht wund leckt. Er muss mindestens vier Wochen eingesperrt sein und darf weder irgendwo hinauf, noch herunter springen. Das wird mühsam und eine harte Zeit. Da tut er mir/uns ganz schön leid.

fauler Sonntag

Die Anstrengungen der letzten Tage forderten etwas Ruhe und Erholung. Ich hatte müde Beine und fühlte mich ziemlich schlapp. Da kam die heutige Wetterverschlechterung mit Regen gar nicht ungelegen. Es gab so keinen wirklichen Grund um die warme Stube zu verlassen. Zeit also, um etwas zu lesen, Fernsehsport zu gucken, am PC und Internet rum zu hängen oder was mir gerade so in den Sinn kam. Nur nichts Ernsthaftes und nichts Anstrengendes...

Das Bild des Tages ist unserer Katze gewidmet. Diese hatte vor einer Woche einen Unfall. Wir wissen nicht genau was passiert ist, doch der Tierarzt war sich ziemlich sicher, dass er von einem Auto erfasst wurde. Die Krallen der hinteren Pfoten waren fast weggerissen und hinten rechts konnte der Kater nicht mehr abstehen. Die Untersuchung ergab: gerissene Kreuzbänder und ev. auch ein gerissenes Aussenband. Man kann warten und sehen, ob er "von Natur aus" wieder auf die Beine kommt oder man kann operieren.

Wir haben nun eine Woche gewartet und gesehen dass es zwar langsam bessert, doch glauben wir ehrlich gesagt nicht, dass das ohne Operation wieder wirklich gut wird. Das rechte hintere Bein knickt bei jedem Aufsetzen nach aussen ab. Das stimmt nicht wirklich zuversichtlich. Morgen steht nun ein weiterer Arztbesuch an und dann werden wir zusammen mit dem Tierarzt entscheiden, ob wir ihn nun doch besser operieren lassen oder nicht. Ich habe da ein etwas mulmiges Gefühl.

days like this...

Es ist abends um halb neun Uhr, ich sitze am Esstisch, vor dem Notebook und könnte laut heraus schlafen. Drei lange Arbeitstage und ich hätte schon wieder Ferien nötig...

Eigentlich sollte ich jetzt sofort etwas dagegen tun. Eine nächtliche Mountainbikeausfahrt zum Beispiel, ein heisses Bad oder sonst etwas in der Richtung. Doch nein... ich bleibe lieber sitzen und jammere noch etwas... vermische die Müdigkeit mit etwas Selbstmitleid und Melancholie und mache Selbstheilung durch Schreibtherapie ;-)

Zu Ferienende und viel Arbeit kommt noch eine Katzengeschichte hinzu. Bei unserem Kater wurde letzte Woche ein bösartiger Hauttumor festgestellt und an diesem Montag musste er operiert werden. Eine traurige Geschichte. Eine rekonvaleszente Katze mit einer 20cm OP-Naht auf dem Rücken. Grossflächig rasiert, eingepackt in einen T-Shirtschlauch, damit er sich nicht wundlecken kann. Er ist noch sehr wacklig und von den Strapazen der Operation gezeichnet. Er tut mir unsagbar leid und natürlich wünschen wir uns, dass sich unser Tigi wieder gut erholt und die Tumorgeschichte damit auch abgeschlossen ist (obwohl man das natürlich nie weiss). Er tut mir sogar so leid, dass ich ihn nicht wie hier fotografiere, sondern ihm seine Würde erhalten will indem ich ihn nicht zeige, wenn es ihm so schlecht geht wie jetzt. Auch wenn ich es äusserlich nicht so zeige, so geht mir die Sache schon sehr nahe. Er ist erst fünf jährig. Unsere zweite Katze ist mit 19 Jahren eine Methusalemöse (oder wie das weiblich heisst). Da erwartet man eher eine derartige Erkrankung, weil man bei einer solch alten Katze ja eh mit allem rechnen muss... aber Tigi... wie auch immer: man kann ja gar nichts anderes tun als positiv zu bleiben und das Beste zu wünschen und hoffen.

Ich gehe vielleicht doch besser biken, oder baden, oder schlafen. Gute Nacht.

basteln Teil 1

Heute eine der allseits beliebten Katzengeschichten ;-) . Gestern Montag ist die Plexiklappe der Katzentüre abgebrochen und nun ist da einfach ein Loch in der Sitzplatztüre. Nicht sehr angenehm bei nächtlichen 3° Grad. Was tun? Eine Ersatzklappe muss her, und zwar schnell! Ich also heute über Mittag mit dem Auto auf der Jagd nach genau diesem Ersatzteil (und: nein, es gibt keine Möglichkeit eine andere Katzentüre zu montieren). Tja, leider war die Suche erfolglos und ein paar Telefonate später wusste ich auch, dass  der Lieferant seit August Lieferschwierigkeiten hat und dass die nächsten Klappen erst im Januar in die Schweiz geliefert werden. Voraussichtlich... O.k. (verdammt!).

Auf dem Heimweg nach dem Squash spielen hatte ich dann eine gute Idee. Ich ersetze die abgebrochenen Nocken links und rechts mit einer durchgehenden Stange und fixiere diese Stange irgendwie mit der Klappe. Ich hatte Glück. Eine alte Gardinenstange (5mm Stahl mit Kunststoffhülle 7mm im Durchmesser) passte perfekt. Ich schnitt mit glühender Cutterklinge oben an der Plexiklappe etwa 4mm ab und bohrte dann drei Löcher um da die Stange mit Kabelbindern fest zu binden. Dort wo die Kabelbinder die Stange fest hielten schnitt ich die Hülle von der Stange, dass die Binder oben nicht auftragen. Sieht gut aus. Das müsste klappen. Also: Stirnlampe auf und von aussen den Rahmen abschrauben und die Klappe einsetzen... wer mich kennt weiss nun, dass irgendetwas schief läuft...

Eigentlich funktionierte es, doch die Stange war etwa 3-5mm zu kurz. Nach zwei drei Mal hin und herschwingen rutschte die Klappe seitlich aus der Halterung und fiel runter. Also nochmals. Zum Glück ist die Gardinenstange lange genug... Da ich nun genau wusste wie es sein muss, hatte ich eine längere Stange rasch eingebaut. Das Resultat? Perfekt! Die Höhe stimmt auch. Die Klappe geht leicht auf und zu und bleibt auch mittig stehen. Gut gemacht. So sollten wir auch bis Februar auf die neue Lieferung warten können.