Sommersonntag

Nach der gestrigen Grill-Schlemmerei und dem Juli-Rekordgewicht auf der Waage war klar, dass ich mich heute noch etwas bewegen wollte. Es war nicht mehr ganz so drückend heiss wie gestern, doch die 30° Grad Grenze wurde auch heute wieder geknackt.

Ich hatte Lust auf eine Sonntagsrunde und wollte dabei mein neues biciclista-Bikeshirt ausführen. Ich hatte mir schon vor Monaten ein oranges Shirt bestellt, passend zum orangen Santa Cruz Tallboy. biciclista hat eine Shirt-Kollektion als Hommage an den Spaghetti-Western The good, the bad and the ugly aufgelegt und da passte mir natürlich die Abbildung von Clint Eastwood, als the good. Übrigens, die deutsche Übersetzung des Streifens hiess "Zwei glorreiche Halunken".

Ich bin dann gemütlich etwas in der Gegend rumgekurvt und habe einfach den schönen Tag genossen. Dreimal habe ich einen kleinen Verpflegungshalt gemacht und zum Schluss der Tour besuchte ich noch kurz meine Eltern. Wir plauderten etwas im Garten, bevor ich mich dann auf den Heimweg machte. Schön war's, heiss war's, das hat mir wirklich gut gefallen. Das GPS sagt: 54 km., 2:27 Std., 510 Hm.

PS: Heute Morgen demontierte ich den Hinterradreifen und putzte die Reste der Dichtmilch weg, damit ich danach einen passenden 29er-Schlauch montieren konnte. Somit ist zumindest das Hinterrad wieder mit Schlauch und nur noch das Vorderrad schlauchlos. Ich sehe das Problem beim Racing Ralph Reifen, der einfach zu dünne Seitenwände hat. Ein eingelegter Schlauch festigt die Flanke noch etwas, während schlauchlos hier doch sehr pannenanfällig ist. Wenn im Herbst der Reifen abgefahren ist, werde ich einen erneuten tubless-Versuch starten. Vorest bleibt's nunmal beim Schlauch.

kurze Samstagsrunde

Morgens um neun Uhr traf ich mich mit Jürg für eine nicht allzu lange Trainingstour. Karin und ich waren mittags/abends an einem "Räbbärg-Fäscht" eingeladen und dafür mussten wir um zwölf Uhr losfahren. Für eine Zweistundentour fahren wir am besten einige unserer Standardtrails, da können wir den Zeitbedarf am besten abschätzen.

Nach etwa einer Viertelstunde wollte ich einen Schluck aus dem Trinkrucksack nehmen und merkte tatsächlich erst da, dass ich den Rucksack in der Garage stehen gelassen hatte. Kein Trinkwasser, kein Werkzeug, kein Fotoapparat, kein Handy, kein Geld... Wir besprachen kurz ob wir nochmals zurück fahren wollten, doch auf unserer Strecke gibt es mehrere Brunnen mit gutem Trinkwasser und sollte ich eine Panne haben, muss mir halt Jürg aushelfen. Und so kam es dann auch. Auf einem schnellen Singletrail streifte ich mit dem Hinterrad einen spitzen Stein und schon wieder zischte es.

Es war nicht das Loch von Donnerstag sondern es blubberte an einer anderen Stelle, wieder an der Reifenflanke. So ein Käse, was machen wir jetzt? Jürg hatte zwar nur einen 26-Zoll Schlauch dabei, doch das war unsere einzige Chance. Wir bauten also das Hinterrad aus, schraubten das Ventil heraus, öffneten den Reifen und zogen den etwas zu kurzen Schlauch ein. Das Aufpumpen war dann zwar etwas mühsam, doch es hat letztendlich alles gut funktioniert und wir konnten weiterfahren. Ich war überrascht, wie wenig Sauce sich im Reifen befindet. Ich hätte erwartet, dass es eine grössere Sauerei gibt.

In den Morgenstunden zu biken war eine gute Idee, denn es wurde stetig wärmer und als wir kurz nach elf Uhr nach Hause kamen, war es wieder über 30° Grad. Tolle Sommerwochen! Das GPS sagt: 36 km., 2:06 Std., 810 Hm.

Freitagspflicht

Nachdem ich gestern vollständig tun und lassen konnte was ich wollte, so bestimmten heute vor allem Dinge den Tagesablauf, die ich erledigen sollte. Egal, wie sehr ich sie mochte oder nicht. Natürlich hatte ich müde Beine von gestern und da konnte etwas Haushaltsgymnastik gar nicht schaden...

Nachmittags baute ich das Hinterrad am Santa Cruz aus und schaute mir das Schlauchlosproblem mal genauer an. Der Reifen war nicht platt, sondern hielt noch wenig Luft. Ich pumpte das Rad wieder auf 2 bar und siehe da, der Reifen hielt dicht. Die Dichtmilch hat scheinbar das kleine Loch verklebt. Also doch so etwas wie Selbstheilung... Meine Idee war eigentlich, den Reifen von der Felge zu nehmen, von innen das Loch im Reifen zu verkleben und danach den Reifen nach Möglichkeit wieder schlauchlos aufzupumpen. Da der Reifen nun aber dicht schien, entschied ich mich, nur von aussen zu reparieren. Ich reinigte die angeritzte Stelle mit Alkohol und klebte einen Speedpatch-Flick auf. Mal sehen, ob es am Samstag hält.